Verwendung der Open Source Cockpit-Oberfläche zur Verwaltung Ihres Servers

Bild: iStockphoto / Scanrail

Für viele Systemadministratoren ist der Vorschlag einer webbasierten Verwaltungsoberfläche einer, der viel Verachtung hervorruft. Traditionell basieren Lösungen wie Plesk, cPanel / WHM und Webmin im Allgemeinen auf der Annahme, dass auf dem betreffenden Server Apache, PHP und MySQL ausgeführt werden, wobei nur wenig Raum vorhanden ist, um von diesen Standardeinstellungen abzuweichen. Dieses Paradigma spielt bei neueren Servertechnologien, insbesondere bei node.js, selten eine gute Rolle.

Zu Recht oder zu Unrecht erweckt die Verwendung dieser Schnittstellen den Eindruck, dass die gesamte Serverkonfiguration jetzt über die Schnittstelle und nicht mehr durch manuelles Bearbeiten von Dateien oder Verwenden der Befehlszeile erfolgen muss. Abhängig von Ihrem speziellen Anwendungsfall konzentrieren sie sich möglicherweise auch zu stark auf die Verwaltung einzelner Benutzer in einem Hosting-Reseller-Betrieb. Infolgedessen gab es nur wenige Verwaltungslösungen für Server - und nicht für Benutzer -, wobei die wenigen verfügbaren Optionen überwiegend Closed Source oder hardwarespezifisch waren.

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Cockpit verfolgt einen völlig anderen Ansatz bei der Serververwaltung. Anstatt sich auf die Messung und Verteilung von Ressourcen auf einem gemeinsam genutzten Server zu konzentrieren, bietet Cockpit eine Webschnittstelle für normale Verwaltungsaufgaben, die ansonsten über die Befehlszeile ausgeführt würden - Ändern des Systemhostnamens, Hinzufügen und Entfernen von Benutzern und Neustarten des Systems. beispielsweise. Eine erweiterte Konfiguration und Steuerung von Diensten in systemd ist ebenfalls möglich, einschließlich Protokollen, die für das zu manipulierende Element relevant sind. Es gibt auch ein webbasiertes Terminal, falls Sie es benötigen. Dies kann besonders hilfreich sein, wenn Sie mit einem Smartphone, Tablet oder Chromebook eine Verbindung zu einem Server herstellen. Natürlich bietet Cockpit auch eine Echtzeitvisualisierung der Ressourcennutzung.

Cockpit bietet auch ein Plugin zur Verwendung mit Docker-Containern, mit dem Container erstellt, zerstört, installiert und verwaltet werden können. Die Suche nach verfügbaren Containern und die Installation können alle im Cockpit erfolgen. Die Containerkonfiguration wird ebenfalls vereinfacht. Das Zulassen des Zugriffs von Containern auf bestimmte Ports in externen Netzwerken kann beispielsweise mit wenigen Klicks erfolgen.

Erste Schritte mit Cockpit auf Ihrem Server

Cockpit ist in den Standard-Repositorys in Fedora und im Extras-Repository in Red Hat Enterprise Linux verfügbar. Repositories für Cockpit existieren auch für Debian, Ubuntu und Arch. Da verschiedene Distributionen unterschiedliche Paketmanager verwenden, variieren natürlich die genauen Anweisungen für Ihre Distribution (und sind hier verfügbar). Im Allgemeinen sind die drei Schritte zum Starten die Paketinstallation, das Konfigurieren von Cockpit als Dienst und das Erstellen einer Ausnahme in Ihrer Firewall (falls vorhanden).

Auf Fedora-Servern kann dies mit den folgenden Befehlen erfolgen:

 sudo yum install cockpit sudo systemctl enable --now cockpit.socket sudo firewall-cmd --add-service = cockpit sudo firewall-cmd --add-service = cockpit --permanent 

Für Ubuntu und Debian muss zuerst das Cockpit-Repository hinzugefügt werden, da es in den offiziellen Repositories nicht verfügbar ist.

Für Ubuntu:

 sudo add-apt-repository ppa: cockpit-projekt / cockpit 

Für Debian:

 deb https://fedorapeople.org/groups/cockpit/debian instabiles Haupt-Sudo apt-key adv --keyserver sks-keyservers.net --recv-keys F1BAA57C 

Nach dem Hinzufügen des Repositorys können sowohl Ubuntu- als auch Debian-Benutzer Cockpit mit den folgenden Befehlen installieren:

 sudo apt-get update sudo apt-get install cockpit sudo systemctl enable --now cockpit.socket 

Nach der Installation können Sie sich mit den Anmeldeinformationen Ihres Serverkontos unter https: // Server-IP-Adresse: 9090 anmelden.

Was ist deine Ansicht?

Verwenden Sie Cockpit oder ein alternatives Serververwaltungstool auf Ihren Systemen? Haben Sie in der Vergangenheit Management-Tools aufgrund von Komplexitätsproblemen oder widersprüchlichen Konfigurationsdateien vermieden? Teilen Sie Ihre Erfahrungen in den Kommentaren unten.

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