Brocade-Netzwerkerweiterungen erweitern die Reichweite im SDN-Bereich

Brocade kaufte Ende 2008 Foundry-Netzwerke. Zu dieser Zeit wurde erwartet, dass die Übernahme von Foundry dazu führen würde, dass Brocade zusätzlich zu der bestehenden Produktlinie von Fibre Channel-Switches mehr Switches mit IP und Ethernet anbieten würde. Dies war sicherlich der Fall und hat Brocade mehr Einfluss auf die „traditionellen“ Netzwerkbereiche von Ethernet und IP verschafft. Am 18. September dieses Jahres gab Brocade eine Ankündigung über neue Fortschritte bekannt, die ihre Technologie weiter in den Bereich Software Defined Networking bringen werden. Ein neuer Schalter wurde ebenfalls in der Ankündigung vorgestellt.

Virtual Cluster Switching (VCS)

Brocade gibt an, dass sie jetzt Storage Aware Networking als eine Funktion der neuen VCS-Struktur haben. Die neue virtuelle VCS-Struktur wird auch als hypervisorunabhängig angepriesen. Das bedeutende neue Merkmal ist jedoch die Fähigkeit, 100 GbE in der VCS-Struktur zu unterstützen.

Eine weitere Funktion ist VCS Auto QOS. Mit dieser Funktion kann dem Speicherverkehr Vorrang vor anderem Verkehr eingeräumt werden. Die Fähigkeit von VCS, 100 GbE zu unterstützen, sollte es ermöglichen, gemischte Umgebungen mit hoher Kapazität zu unterstützen, die Speicher und anderen Datenverkehr im Netzwerk umfassen. Brocade hat einen „Entwurf“ für die Implementierung veröffentlicht. Diese enthält verschiedene Informationen zur optimalen Nutzung der Brocade-Switches und des VCS sowie Richtlinien zur Trennung des Layer-2-Verkehrs nach Verkehrstypen.

Ein neuer Schalter

Eines der Verkaufsargumente des VDX 6740-Switch ist die ASIC-Unterstützung für OpenFlow 1.3. Es gibt mehrere andere Funktionen, z. B. 32 Ports, an denen Fibre Channel, Ethernet oder FCoE ausgeführt werden können. Die Ports können mit 10 GbE oder 40 GbE betrieben werden.

Fotokredit: Brokat

Ein neuer Router

Brocade möchte mit der Veröffentlichung des neuen Vyatta 5600-Routers (PDF) seine Hand im softwaredefinierten Netzwerkbereich stärken. Die angegebene Geschwindigkeit beträgt 10 GBit / s pro x86-Kern. Auf dem 5600-Router wird die NFV-Komponente (Network Functions Virtualization) ausgeführt. Der Router unterstützt auch das BGP-Routing (Border Gateway Protocol). Es wird erst Anfang 2014 verfügbar sein.

Die Ankündigungen von Brocade sind zweifach. Die Switches zielen darauf ab, den bestehenden Markt von Brocade für Ethernet-Switches weiter zu konsolidieren, während der Vyatta 5600-Router Brocade weiter im NFV-Bereich verankern soll. Beide Entwicklungen deuten darauf hin, dass Brocade auf Virtualisierung und Cloud-Futures blickt.



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